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Chinampas – der Wirtschaftsmotor der Méxica

„Es gab auch Haine und sorgsam gepflegte Blumengärten sowie Teiche als Lebensraum für Vögel und zahme Tiere. Diese Wohnsiedlungen wurden wiederum von Chinampas – schwimmenden Gärten und Anbauflächen umgeben.“ 1 Neben den Wohnsiedlungen, wo die eigentliche Stadt begann, waren die chinampas vorzufinden. Chinampas waren künstlich auf dem See angelegte Felder, die laut Clendinnen „miracles of productivity“ waren.2 Es waren Flöße aus Rohrschilf, die im gesamten Uferbereich des Sees und auch in anderen Zonen verwendet wurden. Durch diese Technik der schwimmenden Anbauflächen konnten die Bauern Tenochtitláns ihre Felder gut trockenlegen und ausreichend bewässern, was sich als idealer und vorzüglicher Ort für den Pflanzenanbau herausstellen sollte. Die Wirtschaft der Méxica bestand aus drei wesentlichen Elementen: Den chinampas (Felder im See), der Handel durch die pochteca und dem Steuerwesen.3 Mitten durch die chinampas führte der auf Anweisung des Königs Ahuitzotl erbaute Wasserkanal, der in einen Aquädukt parallel zum südlichen Damm mündete. Read the rest of this entry »

  1. Vgl.  Hunt, Norman Bancroft: Atlas der indianischen Hochkulturen: Olmeken, Tolteken, Maya, Azteken. Wien 2002. S. 150 , Carrasco Pizana, Pedro: The Tenochca Empire of ancient Mexico. The triple alliance of Tenochtitlan, Tetzcoco, and Tlacopan. Norman 1999. S. 93.
  2. Clendinnen, Inga: Aztecs – an interpretation. Cambridge 1991. S. 18.
  3. Vgl. Bancroft 2002. S. 164.
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Mexico: Zwei uneinige Teile bilden eine Einheit

Wenn man sich die Geschichte und die geographische Verortung Tenochtitláns genauer anschaut, könnte man meinen, dass auf der Insel im Texcocosee zwei Städte angesiedelt waren: Tenochtitlán und das nördliche Tlatelolco. Das zeitweise zwölf Quadratkilometer große Tenochtitlán1 wird häufig auch als Zwillingsstadt bezeichnet, da es seit jeher aus zwei Teilen bestand. Doch nur beide Teile zusammen erhielten den einheitlichen Namen: Mexico.2 Bezeichnend war jedoch für das Verhältnis der beiden Teile ein andauernder Zwist, der sich zeitweise sogar in kriegerischen Auseinandersetzungen entlud. Schon damals stritten die Méxica, welcher von beiden Teilen zuerst existierte. Auf der einen Seite war Tlatelolco stets als ein mächtiges Handelszentrum auf der Insel bekannt. Es hatte einen riesigen Marktplatz, der ein Fassungsvermögen von 60.000 Leuten hatte.3 Read the rest of this entry »

  1. Hunt, Norman Bancroft: Atlas der indianischen Hochkulturen: Olmeken, Tolteken, Maya, Azteken. Wien 2002. S. 150.
  2. Carrasco Pizana, Pedro: The Tenochca Empire of ancient Mexico. The triple alliance of Tenochtitlan, Tetzcoco, and Tlacopan. Norman 1999. S. 93.
  3. Vgl. Bancroft 2002. S. 151.
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Dort, wo sich heutzutage die große Stadt Mexico City (zu Deutsch: Mexiko-Stadt) befindet, existierte schon vor vielen Jahrhunderten eine imposante Weltmetropole: Tenochtitlán, die Hauptstadt der indianischen Hochkultur der sogenannten Azteken. Dieser Artikel soll einen übersichtlichen und kompakten Einblick in den Mythos der sagenumwobenen Stadt dieser damaligen Hochkultur in Mittelamerika geben und darüber hinaus einen Anreiz für den Leser bieten, sich eingehender mit der Geschichte der Stadt sowie mit ihren damaligen Bewohnern – den Méxica – auseinanderzusetzen. Read the rest of this entry »

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